Ortsgruppe Ravensburg-Weingarten

KW 43: die richtige Gartenpflege im Herbst

Laubhaufen sind ein super Winterquartiere für Igel (Quelle: pixabay.com)

1. Wenn Sie Ihre Bäume zurückschneiden, werfen Sie die Äste und Zweige nicht weg. Daraus können Sie einen schönen Reisighaufen in einer Gartenecke aufschichten. Dies ist ein sehr guter Platz für Igel zum Überwindern. Ebenso finden auch Kröten und Eidechsen Schutz zwischen den Ästen und Zweigen.

2. Verteilen Sie eine 3-5 cm dicke Mulchschicht auf Ihre Blumenbeete. Dies schützt nicht nur den Boden und Pflanzenwurzeln, Mulch verhindert zudem, dass der Boden austrocknet und das Wildkräuter nachwachsen können. Außerdem bietet Mulch den Regenwürmern und anderen Bodenlebewesen reichlich Nahrung.

3. Im Herbst ist genau die richtige Zeit um Blumenzwiebeln zu setzen. Viele Insekten ernähren sich im Frühjahr von Frühblühern, wie Tulpen, Schneeglöckchen, Märzenbecher oder Krokusse. Setzt man diese in Gruppen entstehen im Frühjahr wunderschöne Blumenteppiche, die zusätzlich der Insektenwelt helfen.

4. Lassen sie Ihren Laubsauger im Schuppen! Diese Geräte schädigen nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Umwelt durch Lärm und Schadstoffe. Sie stoßen nämlich gesundheitsschädliche Abgase, wie Kohlenwasserstoffe, Stickoxide und Kohlenmonoxid aus. Zudem werden mit solchen Geräten neben welken Blättern auch Kleintiere, wie zum Beispiel Spinnen, Insekten oder Käfer, aufgesaugt, gehäckselt und somit getötet. Den überlebenden Tieren wird Nahrung und Lebensraum genommen, da die obere, schützende Deck-Schicht des Bodens abgetragen wird. Aus diesem Grund wird auch die Neubildung von Humus und Nährstoffen verhindert. Nehmen Sie stattdessen lieber einen Rechen oder eine Harke.

5. Schneiden Sie nicht alle Pflanzen vor dem Winter ab. Alte Pflanzen- oder Blütenstängel bieten einer Vielzahl Insekten Überwinterungsmöglichkeiten. Wildbienen beispielsweise legen ihre Eier gerne in hohle und trockene Pflanzenstängel. Die Larven überwintern dann dort und schlüpfen im kommenden Frühjahr.

6. Auch den Vögeln können Sie etwas Gutes tun: heimische Sträucher, Stauden und Blumenreste bieten beste Nahrung für hungrige Vögel. Körnerfresser, wie beispielsweise Finken oder Zeisige bedienen sich an den Samenständen von Blumen. Aber auch Sträucher, wie Schneeball und Heckenrose sind sehr beliebt.

KW 42: Waschmittel aus Kastanien herstellen

Einfach ein paar Kastanien beim nächsten Spaziergang aufsammeln (Quelle: pixabay.com)

Zur Zeit ist sie überall am Boden zu finden – die Kastanie. Die Nussfrüchte sehen nicht nur schön aus, sondern sind zugleich noch vielseitig nutzbar. So kann man super einfach Waschmittel aus ihnen herstellen. Wir zeigen wie!  

Zutaten:
- 8-10 saubere Kastanien
- Ein Schraubglas
- 200-250 ml Heißes Wasser
- Optional: ätherisches Öl (z.B. Orange oder Lavendel) 

So geht’s:
1. Die Kastanien zerkleinern. Am besten funktioniert es, wenn man sie mit einem Nussknacker öffnet und anschließend das weiße mit dem Messer in kleine Stücke schneidet. Bei reiner weiß Wäsche empfiehlt es sich die dunkle Schale zu entfernen und das klappt mit dieser Methode sehr gut.

2. Die zerkleinerten Kastanien in das Schraubglas geben und mit 200-250ml kochendem Wasser übergießen. Je feiner man die Kastanien schneidet, desto schneller bildet sich eine Lauge. Am besten lässt man das Glas über Nacht stehen.

3. Nach der Einweichzeit kann man das milchige, schaumige Wasser abgießen und optional ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzugeben und fertig ist das Waschmittel!

Hinweis: benutzt wird es wie konventionelles Waschmittel und hält sich im Kühlschrank etwa eine Woche.

KW 41: Vogelfutter selber sammeln

Eine Futtersäule eignet sich hervorragend für die Fütterung (Quelle: pixabay.com)

Viele Menschen wollen den Vögeln in der kalten Jahreszeit etwas Gutes tun und sie bei der Nahrungssuche unterstützen. Sie hängen kleine Vogelfuttersäckchen auf oder stellen kleine Schälchen mit Futter bereit. Vorweg und generell gilt dabei aber immer: Vögel sollte man erst dann füttern, wenn ihre natürlichen Nahrungsquellen knapp werden, eine dauerhafte Schneedecke liegt oder es einen anhaltenden Frost gibt.

Bei der Vogelfütterung ist es nicht immer notwendig fertiges Vogelfutter zu kaufen. Man kann es auch ganz einfach selbst machen. Jetzt ist die richtige Zeit dafür. Nehmen Sie sich bei dem nächsten Spaziergang ein bisschen mehr Zeit und sammeln Sie Beeren und kleine Samen für die Vögel im Winter. Beim selber sammeln und trocknen von Vogelfutter vermeidet man Verpackungsmüll, den Transport des gekauften Futters, sowie die Einfuhr und Verbreitung der „Ambrosia-Pflanze“. Diese Pflanze verteilt beim Blühen sehr stark ihre Pollen, welche sehr aggressiv wirken und starke allergische Reaktionen bei Menschen hervorrufen können. Gerade billiges Vogelfutter aus Osteuropa enthält häufig Samen dieser Pflanze.

Wenn man Vogelfutter selbst sammelt, sollte man darauf achten, dass die Früchte nicht in der Nähe von Straßen oder von frisch gespritzten Feldern gesammelt werden. Achten Sie auch darauf nicht alles von den Sträuchern abzuernten, sonst verlieren die Vögel ihre natürliche Nahrungsquelle. Die gesammelten Beeren und Früchte können Sie dann über dem Kachelofen oder einem Heizkörper trocknen. Fertig ist das getrocknete Vogelfutter, wenn sich die Beeren wie zähes Leder anfühlen. Füllt man das getrocknete Futter anschließend in einen Leinenbeutel und bewahrt es kühl und dunkel auf, ist es am längsten haltbar.

Beim Sammeln des Futters sollte man auf eine vielfältige Mischung achten. Beeren von Weißdorn, Holunder, Sanddorn, Eberesche und Schlehe sind besonders bei Amsel und Wacholderdrossel beliebt. Grünfink, Sperlinge und Dompfaff bevorzugen die Körner verschiedener Getreidesorten und Samen von Gräsern, Kletten, Brennnesseln, Distel, Ampfer und Löwenzahn. Blau- und Kohlmeisen ernähren sich sowohl von Beeren als auch von Körnern. Insgesamt sind auch Sonnenblumenkerne, Kürbissamen, Buchecken und Wal- und Haselnüsse sehr beliebt bei den kleinen Federtierchen.


 

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