Ortsgruppe Ravensburg-Weingarten

Weihnachtsbäume aus der Region mit (Bio-)Zertifikat

08. Dezember 2020

Wer sicher gehen möchte, dass der diesjährige Weihnachtsbaum nicht mit chemisch-synthetischen Pflanzenschutz- oder Düngemitteln angebaut wurde, sollte ihn bei zertifizierten Betrieben in unserer Region kaufen. Der BUND empfiehlt: Bio, FSC (nachhaltige Forstwirtschaft) und Fair Tree. Der BUND Ravensburg-Weingarten hat recherchiert und die deutschlandweite Liste von „Verkaufsstellen ökologischer Weihnachtsbäume“ der Umweltorganisation Robin Wood mit weiteren Angeboten aus unserer Region ergänzt.

Bild: (Angela Koch / BUND BW)

Für viele gehört der Weihnachtsbaum zum Fest der Liebe dazu und die Meisten wollen diesen nicht missen. Rund 90 Prozent der im Handel erhältlichen Weihnachtsbäume stammen zwar aus Deutschland, aber auch zum Großteil von Intensivplantagen. Damit die Bäume unseren Vorstellungen entsprechen, werden diese mit chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln gespritzt sowie gedüngt – fatal für Böden, Gewässer, Pflanzen und Tiere, insbesondere für die Insekten.

Der BUND empfiehlt: Bäume aus ökologischer Waldwirtschaft oder ökologischen Weihnachtsbaumkulturen

Wer nicht auf den grünen Baum verzichten will, sollte auf Bäume aus ökologischer Waldwirtschaft oder aus anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen zurückgreifen. Dabei ist auf eine ausreichende Zertifizierung zu achten. Hierzu gehören Biokreis, Bioland, Demeter, Naturland sowie das BIO-Siegel nach EG-Öko-Verordnung. Weihnachtsbäume mit diesen Zertifikaten sind ohne den Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln und Mineraldüngern kultiviert. Das Gleiche gilt für Bäume aus FSC-zertifizierten Forstbetrieben.

Fairer Weihnachtsbaum

Für Alle, die neben der Umwelt auch Wert auf gute soziale Rahmenbedingungen legen gibt es die „Fair Trees“. Denn ein Großteil des Staatguts für die Weihnachtsbaum-Produktion stammt aus Georgien. Bei der Zapfenernte arbeiten die Pflücker unter gefährlichen Arbeitsbedingungen. „Fair Trees“ verbessert die Arbeitsbedingungen durch Schulungen, sichere Kletterausrüstungen und einen angemessenen Lohn. Doch Achtung: nicht jeder „Fair-Tree“ ist automatisch auch ökologisch zertifiziert.

„Recycelter Weihnachtsbaum“

Da Schulen und Büros meistens über die Weihnachtszeit geschlossen sind, benötigen sie ihre angeschafften Bäume meist nicht mehr. Es lohnt sich, hier nachzufragen ob der Weihnachtsbaum seinen zweiten Auftritt in heimischer Stuben haben könnte. Das schont die Umwelt und den Geldbeutel.

Ökologische Alternative zum klassischen Weihnachtsbaum

Für diejenigen, die mal etwas Neues ausprobieren wollen gibt es viele Möglichkeiten. So können Buchsbäume, Wacholder oder Misteln als weihnachtlicher Schmuck dienen. Oder vielleicht doch Obstbäume, Eichen oder Birken im eigenen Garten belassen und schmücken? Auch so manche große Zimmerpflanze eignet sich als Weihnachtsbaum. Aus Naturmaterialien lassen sich Weihnachtsbäume zudem einfach basteln. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

 

► Liste von Verkaufsstellen ökologischer Weihnachtsbäume in der Region (der Link öffnet eine pdf-Datei)

 

Pressekontakt:

BUND Ravensburg

Ulfried Miller

Leonhardstr.1

88212 Ravensburg

0751/21451

www.bund-ravensburg.de

bund.ravensburg(at)bund.net

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