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Zwei über hundertjährige Linden sind im Biergarten der Gaststätte Räuberhöhle in Ravensburg am Freitag 5. November gefällt worden. Das ist ein herber Verlust für die Stadtnatur und die Artenvielfalt in Ravensburg. Es gibt nur wenig über hundertjährige Laubbäume in der Altstadt. Beide Linden wurden aufgrund ihres Alters und ihrer Größe von Bunt-, Grau- und Klein-Spechten, Kleiber, Gartenbaumläufern, Kohl- und Sumpfmeisen und Fledermäusen bewohnt. Auch über 100 Käfer- und Schmetterlingsarten nutzten die Bäume als Lebensraum. Mit ihren mindestens 2.000 Quadratmetern Blattfläche haben sie 6 Millionen Liter Sauerstoff pro Jahr produziert – 700 Liter pro Stunde. Sie haben jährlich 14 Tonnen Staub gebunden und 60.000 Liter Wasser in die trockene Stadtluft verdunstet. Das haben viele, viele Bürger erkannt und in den letzten Wochen mit Fantasie und großem persönlichem Engagement für diese Linden gekämpft. Dafür herzlichen Dank und großen Respekt. Die Räuber-Linden sind nicht umsonst gestorben. Der BUND wird diesen Baumfrevel zum Anlaß nehmen, und eine Initiative für den Schutz der „100jährigen“ Bäume starten.
Die Stadt Ravensburg hatte den Bebauungsplan "Burgstraße" in der Altstadt beschlossen. Dagagen hatten sich über 2.300 Bürger, der BUND, das Bürgerforum Altstadt und eine Bürgerinitiative ausgesprochen.
Pressemitteilung zu den Linden im Biergarten der Räuberhöhle vom 2.9.2010
Pressemitteilung zu den Linden im Biergarten der Räuberhöhle vom 12.10.2010
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Die Stadt Weingarten möchte ein kleines Grundstück am Stadtrand bebauen lassen. Allerdings steht dort eine prächtige Waldkiefer. Der BUND hat sich deshalb gegen die Bebauung ausgesprochen.
BUND-Stellungnahme zu Waldkiefer am Vorderochsen vom 19.10.2010
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Der Flächenverbrauch durch neue Bau- und Gewerbegebiete im Kreis Ravensburg nimmt derzeit zu. Der BUND erinnert in diesem Zusammenhang an die Forderung des Nachhaltigkeitsrates der Bundesrgeierung: bis 2020 muß der jährliche Zuwachs an der Neuversiegelung von Böden um 70% reduziert werden. Statt ein neues Gewerbegebiet "Erlen" in bislang unverbauter Landschaft zu planen, fordert der BUND die Stadt Ravensburg auf, ihre Möglichkeiten zur Innenentwicklung besser zu nutzen, bestehende Gewerbegebiete zu erweitern und die interkommunale Zusammenarbeit mit den anderen Schussentalgemeinden zu pflegen.
BUND zum Flächenverbrauch und zum Gewerbegebiet "Erlen" in Ravensburg 9.1.2009
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In Leutkirch plant "Centerparcs" ein Feriendorf im Urlauer Wald. Der BUND ist am Planverfahren beteiligt. Aus ökologischer Sicht ist ein Ferienpark im Areal des ehemaligen MUNA-Munitionsdepot Urlau sicher verträglicher als das ursprünglich geplante Großsägewerk. Trotzdem sind mit dem Projekt "Centerparcs" erhebliche Eingriffe in Natur und Landschaft verbunden. Unsere Bewertung wird deshalb vom Energie- und Verkehrskonzept, von der Bilanzierung von Eingriff und Ausgleich und den daraus festgesetzten Ausgleichsmaßnahmen abhängig sein. In den bisherigen Plänen ist das alles unzureichend abgearbeitet. Die Naturschutzverbände haben deshalb folgende gemeinsame Stellungnahme abgegeben:
Stellungnahme vom 22.2.2010 zum Raumordnungsverfahren
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Im Wurzacher Becken sollte vor wenigen Jahren noch ein Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen werden. Nun möchten die Gemeinden Bad Wurzach, Bad Waldsee, Wolfegg und Bergatreute dort in Zwings ein Industrie- und Gewerbegebiet entwickeln. Die Naturschutzverbände im Kreis Ravensburg lehnen dieses Vorhaben kategorisch ab. Im nur wenige Kilometer entfernten Baienfurt warten nach der Schließung der Papierfabrik fast 40 Hektar Industriebrache mit deutlich besserer Verkehrsanbindung auf eine sinnvolle Folge-Nutzung.
Pressemitteilung BUND Ba-Wü vom 11. 05.2009
Stellungnahme der Naturschutzverbände vom 29.12.2008
Stellungnahme der Bürgerinitiative Wurzacher Becken
Im Juni 2009 hat das Ravensbruger Landratsamt nun ein OGI zwischen Wurzacher Ried und Rohrsee abgelehnt. Der BUND hat die Kreisbehörde mit folgender Pressemitteilung gelobt:
Der BUND begrüßt die Ablehnung des OGI-Standorts im Wurzacher Becken durch das Landratsamt. Damit hat die Kreisbehörde klargemacht, daß ein aus Naturschutzsicht so senibler Standort, nicht einfach in einen Industrie- und Gewerbepark umgewandelt werden kann. Immerhin war dort noch vor wenigen Jahren ein Landschaftsschutzgebiet vorgesehen. Außerdem hat das Landratsamt klar gemacht, daß nicht die Seitentzahl von Fachgutachten sondern der Inhalt entscheidend ist. Obwohl dies bereits im Anhörungsverfahren von den Naturschutzverbänden moniert wurde, sind verschiedenste Aspekte der Umweltbelange von den Gutachtern nicht oder unzureichend beantwortet worden.
Nun gilt es nach vorne zu blicken. Die im Zweckverband "OGI" beteiligten Allgäu-Gemeinden sollten sich mit den Schussentalgemeinden Baienfurt und Baindt zusammenschliessen und auf dem Papierfabrik-Areal in Baienfurt ein gemeinsames "OGI" realisieren. Hier könnten sich lokale Politiker, Industrie- und Handelskammer und Investoren als Moderatoren und Motoren engagieren und eine Wirtschaftsförderung betreiben, die gleichzeitig die Umwelt schützt und durch die Schließung der Papierfabrik verloren gegangene Arbeitsplätze schafft. Wir haben nun die Chance für ein Vorzeigeprojekt einer nachhaltigen Regionalentwicklung.
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In Waldburg ist im Landschaftsschutzgebiet der Bau eines Naturheilzentrums mit Badeweiher geplant. Die Naturschutzverbände halten dieses Projekt nur dann für akzeptabel, falls folgendes vereinbart wird:
- Parkplätze werden zumindest zur Hälfte überdeckelt
- umfangreicher Ausgleich durch Bau eines naturnahen Weihers, Anlage eines Streuobstgürtels, Bio-Bewirtschaftung der Acker- und Wiesen-Flächen des Stockerhofes (40 Hektar)
- bestehende Wege bleiben öffentlich zugänglich
- keine Erweiterungsmöglichkeit über den beantragten Bebauungsplan hinaus
- keine öffentliche Gastronomie
Stellungnahme Waldburg Natur-Badesee im LSG 27.02.2008
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