Stellungnahmen

Der BUND ist als anerkannter Naturschutzverband an vielen Planungen beteiligt: beim Bau von Straßen, der Ausweisung von Baugebieten, Flächennutzungsplänen, bei der Ausweisung von Schutzgebieten.

Bei größeren Planungen werden wir von den Genehmigungsbehörden um Stellungnahmen gebeten. Manchmal melden wir uns aber auch zu Wort, ohne daß wir gefragt werden.

Wir zeigen in unseren Gutachten auf, welche Auswirkungen die Pläne auf Natur und Umwelt haben. Meist machen wir auch Vorschläge, wie Eingriffe in den Naturhaushalt verringert oder ausgeglichen werden können. Einige Vorhaben lehnen wir aber auch ab, weil sie nach unserer Einschätzung mit einer nachhaltigen Regionalentwicklung oder unserem Naturschutzgesetz nicht vereinbar sind.

Meist äußern wir uns gemeinsam mit dem NABU und dem Landesnaturschutzverband. In der Regel sind sich die privaten Naturschutzverbände nämlich einig, was die Bewertung der Vorhaben betrifft.

Wir haben einige unserer aktuellen Stellungnahmen auf dieser Seite eingestellt.

Aufsuchungserlaubnis für Kohlenwasserstofffelder in Oberschwaben

 

Stellungnahme zur Aufsuchung von Kohlenwasserstofffeldern in Oberschwaben für eine spätere Erdölförderung

Die Naturschutzverbbände haben einer Erkundung im August 2015 mit Auflagen zugestimmt. Wichtigste Forderungen: Fracking muss ausgeschlossen werden. Auf Sprengseismik sollte zum Schutz des Wassers möglichst verzichtet werden.

Stellungnahme der Naturschutzverbände vom 25 August 2015.

 

 

Stellungnahme zum Bebauungsplan „Erweiterung Gänsbühl-Center“/Überbauung des Varaždiner Gartens

Die mit der Erweiterung des Gänsbühl-Centers beabsichtigte Überbauung des Varazdiner Gartens würde der BUND außerordentlich bedauern:

Der Varazdiner Garten ist eine der wenigen Grün-Oasen in der Innenstadt und sollte als solche erhalten werden.

Ein "Hochpark" auf einer Dachterrasse, wie vorgeschlagen, wäre weder aus ökologischer Sicht noch hinsichtlich der Aufenthaltsqualität ein Ersatz: Dort ließen sich keine Bäume oder Sträucher anpflanzen und nach allen Erfahrungen wird eine Parkanlage kaum angenommen, zu der man erst hinaufsteigen" muss (sei es auch mit einem Aufzug).

Die Stadtmauer am Varazdiner Garten bietet eine gute Abschirmung gegen den Verkehrslärm auf der Leonhardstraße. Dieser Lärmschutz ginge verloren, wenn der Garten als Hochpark auf oder über die Höhe der Stadtmauer angehoben würde - eine weitere Verschlechterung der Aufenthaltsqualität!

Die Versuche, den Varazdiner Garten schlechtzureden ("Hundeklo"), können wir nicht nachvollziehen. Da wir mit unserem Naturschutzzentrum in unmittelbarer Nachbarschaft des Varazdiner Gartens sind, haben wir einen guten Einblick und einen positiven Eindruck von dieser kleinen Grün-Oase.

Wir schlagen daher vor, für die Erweiterung des Gänsbühl-Centers andere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, Zum Beispiel im Norden des Gebäudes oder über der Einfahrt zum Parkhaus.

Stellungnahme vom 2. Juni 2014 zum Bebauungsplan Erweiterung des Gänsbühl-Centers

BUND Ravensburg: Energiewende ohne Windkraft geht nicht

Der BUND Ravensburg begrüßt den Ausbau der Windenergie. Auch in unserer Region müssen mehrere Windparks errichtet werden, um die Energie-Wende weg von atomaren und fossilen Energieträgern zu unterstützen. Allerdings sind beim Umbau der Energieversorgung auch Fragen der Artenvielfalt zu beachten.

Bei der Windenergie gilt es in unserer Region, ein besonderes Augenmerk auf die Auswirkungen von Bau und Betrieb der Anlagen auf Schwarzstörche, Waldschnepfe, Zugvögel und Fledermäuse zu richten. So sehen es auch die neue Landesregierung und die regionalen Fachbehörden. Windkraftwerke stellen zwar Eingriffe in den Naturhaushalt dar, aber es sind im Gegensatz zur derzeitigen Entwicklung beim Energiepflanzenanbau auf Ackerflächen eher punktuelle Eingriffe, die vergleichsweise viel Strom liefern. Während aktuell etwa ein Prozent der Regionalfläche als potenzielle Standorte für Windenergienutzung gelten, beansprucht der Energiepflanzen-Anbau bereits heute mehr als fünf Prozent der regionalen Ackerflächen! Windenergie gehört zu den preiswerten erneuerbaren Energien und macht die Energiewende bezahlbar. Sie ist deshalb im Energie-Mix unverzichtbar. Auch beim Ausbau der Bioenergie und bei der Wasserkraftnutzung gibt es Konflikte mit dem Naturschutz! Auch aus diesem Grund benötigen wir einen Energiemix, denn eine Energieform alleine reicht nicht aus.

Aufgabe der Windenergieplaner wird nun sein, dass die unvermeidbaren Eingriffe in die Natur im Zuge der konkreten Planungen ermittelt, möglichst gering gehalten und angemessen ausgeglichen werden. Dazu hat das Land soeben den Windenergie-Erlass verabschiedet. Er liefert die fachlichen Grundlagen für die Identifikation geeigneter Standorte. Der BUND hält es für richtig und begrüßt es, dass die Natur- und Vogelschutz-Gebiete, Bann- und Schonwälder grundsätzlich für Windenergie ausgeschlossen wurden und vom Land  Mindeststandards für die Umweltprüfungen festgelegt wurden. Der BUND hält den Ausbau der Windenergie an mehreren Standorten in der Region Bodensee-Oberschwaben für möglich – im Kreis Ravensburg zum Beispiel auf der Atzenberger Höhe zwischen Aulendorf und Bad Saulgau, nördlich von Bad Wurzach an der Kreisgrenze und im Raum Horgenzell. Wir empfehlen, regionale Ausgleichsflächen für Windparks festzulegen. Hier können zum Beispiel Wälder für Fledermäuse und Rotmilane ökologisch aufgewertet werden. Geeignet als regionale Ausgleichsflächen sind im Kreis Ravensburg auch Moore, die im Rahmen des Natur- und Klimaschutzes wiedervernässt werden.

Die Energiewende kann nur gelingen, wenn wir unseren Energieverbrauch halbieren. Deshalb wird der BUND Baden- Württemberg in seinem Fahrplan zur Energiewende die Energieeffizienz in den Vordergrund stellen. Energie, die nicht verbraucht wird, muss weder erzeugt noch geleitet und auch nicht gespeichert werden.

Stellungnahme der Naturschutzverbände vom 10. Oktober 2012

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Der Flächenverbrauch durch neue Bau- und Gewerbegebiete im Kreis Ravensburg nimmt derzeit zu. Der BUND erinnert in diesem Zusammenhang an die Forderung des Nachhaltigkeitsrates der Bundesrgeierung: bis 2020 muß der jährliche Zuwachs an der Neuversiegelung von Böden um 70% reduziert werden. Statt ein neues Gewerbegebiet "Erlen" in bislang unverbauter Landschaft zu planen, fordert der BUND die Stadt Ravensburg auf, ihre Möglichkeiten zur Innenentwicklung besser zu nutzen, bestehende Gewerbegebiete zu erweitern und die interkommunale Zusammenarbeit mit den anderen Schussentalgemeinden zu pflegen.

BUND zum Flächenverbrauch und zum Gewerbegebiet "Erlen" in Ravensburg 9.1.2009

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In Leutkirch plant "Centerparcs" ein Feriendorf im Urlauer Wald. Der BUND ist am Planverfahren beteiligt. Aus ökologischer Sicht ist ein Ferienpark im Areal des ehemaligen MUNA-Munitionsdepot Urlau sicher verträglicher als das ursprünglich geplante Großsägewerk. Trotzdem sind mit dem Projekt "Centerparcs" erhebliche Eingriffe in Natur und Landschaft verbunden. Unsere Bewertung hängt deshalb vom Energie- und Verkehrskonzept, von der Bilanzierung von Eingriff und Ausgleich und den daraus festgesetzten Ausgleichsmaßnahmen ab. In den bisherigen Plänen ist das alles unzureichend abgearbeitet. Die Naturschutzverbände haben deshalb folgende gemeinsame Stellungnahme abgegeben:

Stellungnahme vom

Stellungnahme vom 8.10.2012 zum Bebauungsplan Ferienpark Allgäu

Stellungnahme vom 22.02.2012 zum Bebauungsplan Ferienpark Allgäu

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Aktuelles

 

Der aktuelle Bericht vom BUND-Umwelttreff vom 14. September 2017 ist hier herunterzuladen.

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Passend zur baldigen Wahl: Die Online-Aktion der Kampagne "Raus aus der Massentierhaltung": www.klasse-statt-masse.net

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Nächste wichtige Termine:

Do. 14. September: BUND-Umwelttreff, 20 Uhr im Naturschutzzentrum, Leonhardstraße 1, Ravensburg. Thema Luftreinhalteplan Ravensburg.

Sa. 7. Oktober: BUND-Streuobstaktionstag, ab 14:30 Uhr Streuobstwiese bei Edith-Stein-Schule in Ravensburg.

Mitmachprojekte

Die aktuellen Mitmachprojekte können Sie in den Plenumsberichten nachlesen, zu den restlichen Mitmachprojekten geht es hier.